Indiana Jones 5: Wie soll es danach mit der Reihe weitergehen? (2024)

Statt die Rechte an Indiana Jones nach dem Release des nächsten Films in einem geheimen Bunker wegzuschließen wie ein potenziell gefährliches Artefakt, bin ich mir sicher, dass Disney eine erneute Fortsetzung der Reihe in Form eines Reboots versuchen wird. Je nachdem, wie der fünfte Teil beim Publikum ankommt, könnten diese Pläne vorerst auf Eis gelegt oder bereits wenige Monate nach Release final geschmiedet werden. So oder so können wir aber fest davon ausgehen, dass Indiana Jones 5 nicht das letzte Abenteuer sein wird, das den Namen des berühmtesten Archäologen der Welt tragen wird. Die Frage ist nur, in welcher Form und mit welchem Schauspieler in der Hauptrolle.

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  1. 1Wer hat in Zukunft den Hut auf?
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  3. 3Richtig nach vorne Peitschen

In allen Filmen wurde diese bisher immer von Harrison Ford verkörpert und es fällt schwer, sich jemand anderes darin vorzustellen als den charismatischen Filmstar.

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Anders als James Bond, von dem die Figur zum Teil inspiriert ist - und dessen Zukunft ich mich bereits in einer Kolumne gewidmet habe -, ist Indiana Jones untrennbar mit genau einem Schauspieler verbunden. Selbst in der Spin-off-Serie Die Abenteuer des jungen Indiana Jones, in der die Titelfigur von Sean Patrick Flanery gespielt wurde, hing der Schatten Fords über dem gesamten Projekt und es war immer klar, dass wir dort dieselbe Figur sehen und nicht eine neue Interpretation.Quelle: LucasfilmIndy 4 sollte eigentlich als Abschluss der Reihe fungieren. Fords Film-Ehefrau Karen Allen und -Sohn Shia LaBeouf sind für Teil 5 nicht bestätigt.

Wer hat in Zukunft den Hut auf?

Das heißt natürlich nicht, dass niemand jemals in seine Fußstapfen treten kann, erschwert die Auswahl des richtigen Nachfolgers aber erheblich. Möglicherweise ist man besser beraten, die Figur für ein Reboot direkt vollkommen anders auszulegen, um einen direkten Vergleich der Darsteller zu umgehen. Eine Parallele zu Bond ist, dass auch hier eine Frau als Nachfolgerin möglich wäre. Ebenjene Phoebe Waller-Bridge, die auch am Bond-Drehbuch mitgeschrieben hat, ist ja bereits in Indy 5 als weibliche Hauptrolle an Bord. Es könnte aber natürlich auch sein, dass Waller-Bridge die Schurkin spielt oder sich ihr Auftritt tatsächlich nur auf einen Film beschränkt und an den Gerüchten überhaupt nichts dran ist.

Ich wäre zumindest auf Waller-Bridges Interpretation gespannt, auch wenn ein großer Teil von mir hofft, dass sie niemals auf ein so großes Franchise festgenagelt wird und stattdessen weiterhin ihre selbstgeschriebenen, originellen Projekte verfolgt. Die oft als Erben vorgeschlagenen Chris Pratt, Bradley Cooper, Chris Evans und Karl Urban sind ebenfalls allesamt solide Schauspieler, allerdings verbinde ich jeden von ihnen mit einer gewissen Art von Performance, die nicht so recht zu Indy passen will. Pratt ist ein unglaublich talentierter Entertainer mit exzellentem Timing und der nötigen Physis. Mir fehlt jedoch bei ihm die Reserviertheit und Gravitas, die Ford ausstrahlt. Cooper halte ich schlichtweg für nicht rau und kantig genug. Dasselbe gilt für Evans. Und Karl Urban sehe ich lieber in Rollen, denen er stärker seinen persönlichen Stempel aufdrücken kann. Trotzdem wäre ich bei fast allen Optionen neugierig auf den Film und definitiv offen für eine radikale Neuausrichtung. Am Ende ist es für mich auch überhaupt nicht zwingend die Person, die vor der Kamera steht, mit der ein Reboot steht und fällt.
Quelle: AmazonPhoebe Waller-Bridge in Fleabag.Für mich ist das zentrale Element, das die ersten drei Indy-Filme ausgemacht hat, die Regie von Steven Spielberg. Bereits bei Teil vier konnten wir sehen, was passiert, wenn der Altmeister seinen kreativen Input zurückfährt und jemand anderem, in dem Fall Partner George Lucas, größtenteils das Feld überlässt. Nicht, dass Lucas' Beitrag zum Franchise unbedeutend ist, aber Spielberg wusste in den 80ern einfach wie kein anderer, wie gutes, handgemachtes Blockbusterkino funktioniert. Abgesehen von dem Totalausfall Ready Player One lässt mich auch sein heutiger Output nicht daran zweifeln, dass er dieses Wissen noch immer besitzt. Spielberg hat dem Franchise jedoch den Rücken gekehrt.

Und die Leute, die in der Vergangenheit als "der neue Spielberg" bezeichnet wurden, namentlich M. Night Shyamalan und J.J. Abrams, haben es nie geschafft, an dessen Konstanz oder Qualität heranzureichen. Shyamalan hat mit The Last Airbender bereits ein vielversprechendes Franchise an die Wand gefahren und Abrams gibt Star Wars-Fans und Trekkies seit 2009 ein gemeinsames Feindbild. Wenn er wollte, könnte er den Regie-Posten aber sicherlich haben. Er macht konstant Bank, dreht und ändert seine Filme gerne auf Wunsch der Produzent*innen und hat bei Disney einen guten Draht zur Geschäftsleitung. Sprich: Er ist genau das nicht, was Lucas und Spielberg in ihrer Anfangszeit waren: Rebellen mit einer eigenen Vorstellung davon, wie Kino aussehen, klingen und sich anfühlen sollte.

"Bürokratische Idioten. Die wissen überhaupt nicht, was sie da haben"

Das größte Problem, das die ständigen Reboots, Remakes, Neuadaptionen und Fortsetzungen, die heutzutage produziert werden, mit sich bringen, entsteht für mich eigentlich fast immer schon in der Konzeptionsphase. Selten treten Filmemacher*innen heutzutage noch mit einer klaren Vision für einen Film zu einer existierenden IP an ein Studio heran. Meistens geht das Spiel andersherum. Das Studio verfügt über die Rechte, möchte diese nicht verlieren und gibt einen neuen Ableger eines Franchise in Auftrag. Mehrere Skripts werden angefordert und danach jemand gesucht, der auf dem Regiestuhl Platz nimmt.

Während Peter Jackson noch Jahre lang für die Möglichkeit gekämpft hat, eine Adaption von King Kong verwirklichen zu können, sind die neuen Filme mit dem Monsteraffen keine Herzensprojekte, sondern in erster Linie Auftragsarbeiten. Deswegen sind sie nicht frei von persönlichem Flair. Bei Regie und Drehbuch wird aber immer nur so viel Freiheit gewährt, wie es das Studio für sinnvoll empfindet. Es ist nicht unüblich, dass ein Film bei Bedenken des Studios mittendrin seine kreative Leitung verliert. So geschehen bei Ant-Man oder Solo: A Star Wars Story.

Es fehlt also diese Initialzündung, diese kreative Wucht, das Drängen darauf, in die Schatzkammer einzudringen und ein Franchise wirklich an sich zu reißen. Oder kurz gesagt: Reboots und Fortsetzungen entstehen aus Ideenlosigkeit, wenn sie stattdessen aus einer Idee entstehen sollten. Deswegen haben Mad Max 4, Creed, King Kong (2005) und T2 - Trainspotting eine Seele. Und Star Wars 9 oder die Reboots von RoboCop, Total Recall und The Grudge nicht. Als Faustregel will ich diese Theorie nicht verkaufen, es gibt ja nachweislich Filme, bei denen auch angeheuerte Drehbuchautor*innen und Regisseur*innen einem Projekt ihren Stempel aufgedrückt haben. Dennoch sollte klar sein, dass ein Franchise, das so ikonisch ist und so vielen Menschen am Herz liegt, jemanden braucht, der Leidenschaft mitbringt und ein wirklich klares Bild davon hat, welche Abenteuer Indiana Jones in Zukunft erleben sollte.Quelle: DisneyBei Solo: A Star Wars Story wurden Regisseure Chris Miller und Phil Lord während der Dreharbeiten von Ron Howard ersetzt.

Richtig nach vorne Peitschen

Ich hätte große Lust, statt eines neuen Kinofilms eine klassische Zeichentrickserie über die Abenteuer von Indiana Jones zu sehen. Also so wie DuckTales, nur halt mit Menschen statt Enten. Das ist zwar auch nicht das Originellste auf der Welt, würde aber zumindest die Frage nach dem Casting erleichtern, da man nicht auf einen bestimmten Look festgelegt ist. Außerdem wurden die Filme ja auch inspiriert von Groschenroman-Reihen mit vielen Ablegern. Es muss also nicht jedes Abenteuer ein bombastischer Kinofilm sein, Hauptsache, wir besuchen viele mysteriöse Orte auf der ganzen Welt, Nazis bekommen auf die Schnauze und der Soundtrack geht ins Ohr.

Ich scheine auch längst nicht der Einzige zu sein, der diesen Gedanken bereits hatte. Auf Youtube findet sich ein beeindruckender Fan-Trailer, der die bisherigen Abenteuer von Indiana Jones in animierter Form aufleben lässt:

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Da heutzutage aber keine klassischen Zeichentrickserien mehr gemacht werden, sondern nur noch 3D-Animation und abgefahrenes Zeugs wie Rick & Morty oder Adventure Time und Kathleen Kennedy den Firmengeldspeicher mit Kinoeinnahmen füllen will, wird so eine Sendung wohl weiterhin nur in meinem Kopf existieren.

Für ein klassisches Kino-Reboot wünsche ich mir bodenständige Action, ein Skript, das nicht vollgestopft ist mit flachen Witzen und tausenden Verweisen auf die Original-Trilogie und eine abgeschlossene Geschichte, die nicht gleich fünf mögliche Sequels anteasert. Von mir aus darf das Abenteuer in der heutigen Zeit spielen oder klassisch in den 1930er-Jahren. Hauptsache, man begeht nicht den Fehler, Indy zu einem coolen Youtuber oder TikTok-Star zu machen oder eine vergleichbare Perversion. Eine gewisse Zeitlosigkeit sollte in jedem Fall angestrebt werden. Immerhin handelt es sich bei den Original-Filmen um absolute Klassiker. Die gehören in ein Museum!

Was meint ihr? Freut ihr euch auf Indiana Jones 5? Oder sollte das Franchise einfach begraben werden? Wen würdet ihr gerne als neuen Indy sehen?

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